Ronda ist eine Stadt auf einem Berggipfel in der andalusischen Provinz Málaga in Spanien. Sie besitzt eine atemberaubende Lage oberhalb einer tiefen Schlucht. Diese Schlucht (El Tajo) teilt die Neustadt, die ungefähr aus dem 15. Jahrhundert stammt, von der Altstadt aus der Zeit der maurischen Herrschaft. Die Puente Nuevo, eine Steinbrücke über der Schlucht, bietet einen Aussichtspunkt. Die in der Neustadt gelegene Plaza de Toros, eine legendäre Stierkampfarena aus dem 18. Jahrhundert, gehört zu den hervorstechendsten Wahrzeichen der Stadt.

Herbstreise 2017: Andalusien mit dem Bus

06.11:2017: Fahrt nach Ronda

Am frühen Morgen wurden wir - nach einem sehr ordentlichen Frühstücksbuffet - vom Bus vor dem Hotel abgeholt.

Die Ausflugsfahrt ging heute nach Ronda. Ronda ist eigentlich eine Kleinstadt in der Serrania de Ronda genannten Berglandschaft. Sie liegt Luftlinie etwa 50 km von der Costa del Sol entfernt.

In Ronda sollten wir das typische Andalusien kennenlernen. Im Stadtpark lernten wir die "Dama Goyesca" also die "goyaische Dame" als Denkmal kennen. Sie soll die Urform der Carmen aus der Oper von Bizet darstellen und ein Denkmal für die spanische Form der Emanzipation sein. Der Erfinder des modernen Stierkampfs - Pedro Romero - hat im gleichen Stadtpark ebenfalls sein Denkmal. Auf ihn geht die moderne Art des Stierkampfs - zu Fuß, nicht zu Pferd - zurück, ebenso wie der Gebrauch der Muleta, der Banderillas etc., kurz der "Escuela Rodeña".

Die verschiedenen berühmten Gäste der Stadt wurden natürlich auch nicht vergessen, als da sind: Gustave Doré, Rainer Maria Rilke, Ernest Hemingway, Orson Welles, Ava Gardener und Frank Sinatra. Der Bezug zu Carmen wird wieder deutlich, wenn man sich vergegenwärtigt, dass Prosper Merimeé die der Oper zugrunde liegende Erzählung ursprünglich nicht -wie die Oper - nach Sevilla sondern nach Ronda gelegt hat.

Gegen Mittag besuchten wir auch die berühmte Brücke über den Tajo, die die Altstadt mit der Neustadt verbindet. Nach einer intensiven Besichtigung der Altstadt einschließlich der Kathedrale und des "Museo del Bandolero", also des Museums des Banditen, gingen wir am frühen Nachmittag zurück in die Neustadt. um vor der Rückfahrt noch einen kleinen Lunch zu uns zu nehmen. Und dort in einem Lokal der Neustadt, wo wir eigentlich nur ein paar Tapas essen wollten, bekamen wir den bisher besten "Jamon iberico" als einen Schinken von Schweinen der iberischen Rasse, die hauptsächlich mit Eicheln gefüttert wurden, zu essen.

Die Rückfahrt zum Hotel, die entlang der sogenannten "Pueblos blancos" also der weißen Dörfer war weniger interessant, da ein Großteil dieser Dörfer im Nebel lag.

Zur Reiseübersicht

Zum nächsten Reisetag

Zum vorigen Reisetag

Bilder zu diesem Reisetag

Website von Detlef Wilmesmeier --> Linkerklärung