Wenn man in Angkor die Tempelanlagen besichtigen will, hat man im Wesentlichen drei Möglichkeiten die Entfernungen zwischen den einzelnen Tempelbereichen zu überbrücken: Mit dem Fahrrad, dem Tuk-Tuk oder einem Taxi. Die erste Möglichkeit schied aufgrund unseres Alters und der vorherrschenden Temperaturen von vorneherein aus.Uns zwischen Tuk-Tuk und Taxi zu entscheiden fiel uns auch nicht besonders schwer - wiederum wegen der Temperaturen. Es ist schon wesentlich angenehmer, in der Hitze ab und zu in einem klimatisierten Taxi zu sitzen als im offenen Tuk-Tuk.

Winterreise 2017: Angkor und Ko Samui

3. Reisetag:Tempelbesichtigungen: 12. 01. 2017

Wir hatten mit unserem freundlichen Taxifahrer ausgemacht, dass wir ihn die nächsten drei Tage bei unseren Tempelbesichtigungen im weitläufigen Areal von Angkor gerne als Fahrer und Berater an unserer Seite hätten. So war denn für den heutigen Tag ausgemacht, dass wir gegen 8 Uhr unsere Besichtigungstour beginnen würden, zumal der Fahrer meinte, dass später am Tag der Andrang sowohl auf die Ticketschalter als auch auf die Sehenswürdigkeiten sehr groß werden würde - es war halt auch Hauptsaison, da keine Regenzeit.

Ausgestattet mit einem Drei-Tage-Ticket, das wir im Übrigen bei jeder Sehenswürdigkeit vorweisen mussten, fuhren wir zunächst zum Haupttempel, dem Angkor Wat.

Von der Ausstiegstelle unseres Taxis bis zum Tempel waren es noch einmal ca. 400m zu laufen, bis wir zum ersten Gebäude des Tempels kamen. Es hatte ungefähr 32° C im Schatten - und den gab es leider auf dem Weg nicht. Anhand unseres "Reise Know How"-Reiseführers konnten wir uns grob orientieren und gingen nach der Überquerung des sehr breiten Wassergrabens ins Gebäude des Haupttempels. Nachdem wir uns über "Stock und Stein" zum inneren Hof "durchgekämpft" hatten (es ist eine echte Hindernisstrecke) verweilten wir eine etwas längere Zeit vor den Flachreliefs der Nordwestseite, wo der uns bekannte Kampf Ramas, auf den Schultern des Affenkönigs Hanuman stehend, gegen den zehnköpfigen und zwanzigarmigen Dämonenkönig Ravana dargestellt wird - eine der zentralen Geschichten des hinduistischen Ramayana-Dramas.

Nach der Besichtigung Angkor Wats ging es mit dem Taxi sofort weiter zum Angkor Thom Tempelkomplex, und dort zunächst zum Bayon, dem Turm mit den lächelnden Khmer-Gesichtern, die mit ihrem Lächeln für lange Zeit die Wissenschaft beschäftigte. Man war sich nämlich absolut nicht einig, wen die Gesichter darstellen sollten. Die wahrscheinlichste und nun allgemein akzeptierte Lösung sei, dass es sich um einen Bodhisattwa handele, also einen nach dem Mahayana-Buddhismus auf dem Weg der Erleuchtung so weit fortgeschrittenen Menschen, dass er mit seiner Weisheit seinen Mitmenschen helfen kann.

Wir besichtigten noch die Elefantenterrasse und die Terrasse des Leprakönigs und bewunderten dort die Apsara-, Elefanten- und Affenskulpturen.

Nach einem kurzrn Mittagessen ging es zum letzten und spektakulärsten Tempel der Angkor-Gruppe dem Ta Prohm oder auch "Dschungeltempel" oder "Tomb Raider Tempel". Das liegt vor allem daran, dass man diesen Tempel der überwuchernden Vegetation teilweise überlassen hat. Das heißt, dass man zwar das Unterholz aus dem Tempelareal entfernt, aber den überwuchernden Baumbestand mit teilweise beindicken Wurzeln, die die Mauern wie in einer Klammer "gefangen" halten, dort belassen hat. Urwaldriesen scheinen aus dem Tempel zu wachsen und Banyanbäume, also Würgefeigen schieben ihre feinen, bis armdicken Wurzeln in jede Ritze. Hier wurden denn auch, wie der eine Name schon andeutet, Teile des Films "Tomb Raider" gedreht.

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